Eco-Fashion in Österreich auf Erfolgskurs

In Österreich findet faire und ökologische Mode immer mehr Anklang. So konnten zahlreiche Eco-Fashion Unternehmen in den letzen ein bis zwei Jahren erfreuliche Umsätze verbuchen und gehen von einer noch stärkeren Nachfrage in naher Zukunft aus. Was als Nischengeschäft begann, erfährt mittlerweile einen wachsenden Mode-Boom.

Göttin des Glücks - Kleid aus der Sommerkollektion 2013Dass Kleidung aus natürlichen Materialien wie Bio-Baumwolle immer beliebter wird, sieht man selbst bei großen Modeketten. Noch viel wichtiger und bedeutender ist jedoch der Aufwärtstrends der heimischen Ökolabel, welche ihre Mode teilweise gänzlich nach ökologischen Gesichtspunkten herstellen. Denn gerade Großunternehmen betreiben oft Greenwashing, weil sie lediglich Baumwolle aus Ökoanbau für ihre Bio-Modelinie verwenden, die Arbeitsbedingungen oder die Färbetechnik jedoch nicht entsprechend anpassen. Nach einem Bericht auf WirtschaftsBlatt.at freuen sich vor allem vier heimische Unternehmen über die steigende Nachfrage ihrer konsequent fairen Kleidung.

Dazu gehören Göttin des Glücks, Pagabei, Anna Pollack und Grüne Erde. Lisa Muhr von Göttin des Glücks bietet farbenfrohe und weibliche Eco-Fashion für selbstbewusste Frauen an. So eröffnet das Label in Österreich bereits sein fünftes Geschäft und möchte auch international zunächst mit Deutschland und dann auch Norditalien und der Schweiz enger kooperieren.

Eszter Szabolcs von Pagabei stellt fröhliche Kindermode her und rechnet in den nächsten zwei Jahren mit einer Umsatzsteigerung von bis zu 50 Prozent. Dazu soll der kommende Onlineshop beitragen und der Handel mit Deutschland.

Das Spielzeug- und Modelabel von Anna Pollack arbeitet mit neuartigen Biomaterialien und ausgedienten Textilien. In Handarbeit entstehen kindergerechte Produkte einer gelernten Kostümbildnerin. Das junge und noch sehr kleine Unternehmen soll dieses Jahr um Kleidung für Erwachsene erweitert werden.

Grüne Erde ist eigentlich ein Naturmöbelhersteller, doch die Ökomode-Kollektion macht seit 2010 bereits 17 Prozent des Umsatzes aus. Auch hier ist Deutschland ein starker Handelspartner. Das Unternehmen geht in den nächsten Jahren von immer höheren Umsätzen aus.

Die positiven Prognosen aus Österreich zeigen auf erfreuliche Weise, dass Eco-Fashion sich immer mehr etabliert und Deutschland dabei eine wichtige Rolle spielt.

Zum Artikel „Ökologische Mode entwächst der Nische“ vom 22. März 2013 auf WirtschaftsBlatt.at

Text: Monika Zielinski | Fotos: Patricia Weisskirchner / Göttin des Glücks

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