Detox: Auch Valentino ist mit dabei!

Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und der Verarbeitung von Textilien sollte gerade für Moderiesen ein wichtiges Thema sein. Das italienische Designerhaus Valentino möchte diesbezüglich nun auch seinen Betrag leisten und zieht damit an vielen anderen großen Designer vorbei.

Nachhaltigkeit hat um viele Modedesigner wie Prada, Chanel oder Armani bisher einen großen Bogen gemacht. Ihre Kleidung setzt zwar Trends und unterscheidet sich qualitativ von vielen Modekonzernen, doch die Produktion hängt der aktuellen Eco-Strömung weit hinterher. Gerade diese Unternehmen verwenden häufig ebenso schädliche Stofferzeugnisse, schädliche Produktionswege oder Verpackungen aus Regenwaldrodungen. Die tatsächliche Qualität der Kleidung darf also mit Fug und Recht hinterfragt werden. Das tat Greenpeace u.a. in Italien mit ihrer umfangreichen Detox-Kampagne.

Greenpeace mobilisiert Modeunternehmen weltweit

Bereits 15 Unternehmen haben Greenpeace schon zugesagt ihre Produktion ein wenig umweltfreundlicher zu gestalten. Valentino ist Nummer 16 und einer der Vorreiter der Luxusmodemarken. Denn von Gucci oder Dolce & Gabbana gibt es bisher keine positiven Rückmeldung.

Mit der Detox-Kampagne möchte Greenpeace vor allem der Trinkwasserverschmutzung in Entwicklungsländern entgegenwirken. Denn dort gelangen Chemikalien aus Textilfabriken in die Abwässer und gefährden Umwelt und Menschen. Auch Moderiesen wie Valentino waren daran Schuld – bis jetzt. Der kleine Schritt im Verzicht auf giftige Chemikalien kann zu einem großen Schritt in der gesamten Modewelt werden.

Unternehmen wie C&A, H&M, Marks&Spencer, sowie Puma und Adidas sagen bereits „nein“ zur Chemiebombe und haben sich der Detox-Kampagne angeschlossen. Mit Valentino hofft man natürlich auch auf die Unterstützung von weiteren Luxuslabels. Greenpeace fragt dabei nicht nur nach bereitwilligem Engagement, sondern erkundigt sich auch allgemein nach der Produktion der Mode. So mussten sich die Unternehmen Fragen nach der Herkunft des verwendeten Leders oder der Erzeugung der Verpackungen stellen. Häufig wurden hier Urwaldrodung oder Wasserverschmutzung zum Vorschein gebracht.

Valentino bleibt dennoch eine Modemarke mit konventionellen Herstellverfahren, aber solche Teilerfolge geben Mut und zeigen, dass Nachhaltigkeit immer mehr zum Thema der ganzen Textilbranche wird.

Weitere Informationen sind in der News „Valentino zeigt: Grün ist die Farbe der Saison“ auf der Webseite von Greenpeace nachzulesen.

Text: Monika Zielinski

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